Schöne alte Tierversuchswelt

Mäuse für Tierversuche
Foto: Ärzte gegen Tierversuche e.V.

Bei Tierversuchen denken die meisten Menschen wohl weiße Mäuse oder Ratten, die zu tausenden für die Forschungszwecke verwendet werden. Diese Tiere werden dabei gezielt mit verschiedenen Eigenschaften gezüchtet, um damit bestmögliche und reproduzierbare Forschungsergebnisse zu erzielen. Ein Unternehmen, welches diese Tiere produziert ist Janvier Labs. Auf ihrer Homepage heißt es „Es zählt zu den weltweit führenden Unternehmen in der Produktion von Labornagetieren und der Bereitstellung dazugehöriger Dienstleistungen.“ [1] Wer sich selbst einen Überblick über die Forschungsmodelle machen will, findet diese unter: http://www.janvier-labs.com/forschungsmodelle.html.

Affen für Tierversuche
Affe mit Elektroden und Kopfhalter in einem Primatenstuhl.
Foto: AESOP Project

Neben fragwürdigen Tierversuchen an Mäusen und Ratten gab es in der Vergangenheit auch tierunwürdige Hirnforschungen an Affen. „An vier Instituten in Tübingen werden Rhesusaffen in der Hirnforschung gequält. Sie werden durch Durst gezwungen, jeden Tag stundenlang mit angeschraubtem Kopf Aufgaben am Bildschirm zu erfüllen. Über ein Bohrloch im Schädel werden Elektroden in das Gehirn eingeführt. Die Qual der Tiere kann Jahre dauern.“ [2] Durch die Arbeit von „Ärzte gegen Tierversuche“ wurde zwar die Forschung am Max-Planck-Institut eingestellt, sie geht aber an drei weiteren Standorten weiter. [3]

Hunde für Tierversuche
Foto: Ärzte gegen Tierversuche e.V. 

Eher weniger verbreitet ist das Wissen um Tierversuche an Hunden, hier gibt die Seite www.animaltestinfo.de Auskunft darüber. Diese Seite enthält Projektzusammenfassungen zu Tierversuchsvorhaben und ist sehr empfehlenswert, um sich einen Überblick über diverse Tierversuche zu verschaffen.

Unter anderem werden hier auch einige Tierversuche an Hunden aufgelistet, dabei geht es jedoch nicht nur darum gegen Krankheiten anzukämpfen, sondern manchmal auch einfach nur darum Pflanzenschutzmittel zu testen. In folgendem Beispiel werden 40 Hunde benötigt „Für die Registrierung eines neuen Pflanzenschutzmittels fordern japanische und brasilianische Behörden Daten zur toxikologischen Wirkung an Hunden nach einjähriger (chronischer) Verabreichung. Diese toxikologischen Daten sind für die Risikobetrachtung in diesen Ländern essentiell.“ [4]

Es wird also Gift an Hunden getestet, falls die Hunde diese perversen Tests überleben werden sie nach einem Jahr in Narkose getötet. Im Falle starken Leidens werden die Tiere vorzeitig schmerzfrei getötet. Bei einer anderen inhalationstoxikologischen Untersuchung werden 400 Mäuse, 5000 Ratten, 400 Meerschweinchen und 48 Hunde benötigt. Die Gesamtbelastung in Bezug auf Schmerzen, Leiden oder Schäden können von gering bis hin zu schwer ausfallen. [5]

Es kann sich hier jeder selbst seine Gedanken darüber machen, wie sich die wohl bei diesen Versuchen fühlen mögen. Für uns als Nichtforscher klingen diese Tierversuche schlicht wie Tierquälerei, mit fragwürdigem Nutzen, da selbst medizinische Versuche an Tieren sich nicht auf den Menschen übertragen lassen. [6]

Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen will, dem können wir die Seite von „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ ans Herz legen. www.aerzte-gegen-tierversuche.de

Wir fliegen zum Mond, entwickeln autonom fahrende Autos, bauen Supercomputer aber schaffen es nicht auf Tierquälerei zu verzichten.

„Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandeln.“ Mahatma Gandhi

 

[1] http://www.janvier-labs.com/geschichte.html

[2] https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/infos/tierversuche-an-affen/227-affenqual-in-tuebingen

[3] https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/presse/aktuelle-pressemitteilungen/2378-mpi-hoert-auf-aber-affenleid-in-tuebingen-geht-weiter

[4] https://www.animaltestinfo.de/dsp_show_ntp.cfm?ntpID=4055&showPage=qry_param_showPage&CFID=4858078&CFTOKEN=6cf2df1202224c3a-EDF26B44-B492-F09D-69F9E38D1520E274

[5] https://www.animaltestinfo.de/dsp_show_ntp.cfm?ntpID=1508&showPage=qry_param_showPage&CFID=4862693&CFTOKEN=8eb616dc0ac1a335-03B33B14-AA8F-82EF-ECA5DE4FCBC06D4C

[6] https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/infos/wissenschaftliche-studien/339-rwir-sind-keine-70-kg-rattenl.html